Kurzchronik



Die Gründung des Sportfischervereins Völklingen e.V. ist auf das Jahr 1923 zurück zu verfolgen. Er entstand aus der Idee eines Freundeskreises, dem Stammtisch bestehend aus:

Johann Bund, Christian Gassner, Peter Gilgen, Fritz Heitz, Georg Moser, Johann Rixecker und Jakob Stutz.

Heute zählt der Verein zu den ältesten und renommiertesten Vereinen Völklingens und Umgebung.

Max Wolff, geboren am 15.02.1895 war der 1. Vorsitzende des Sportfischervereins Völklingen. Er stand dem Verein später als Schriftführer lange Jahre zur Verfügung und wurde am 16.12.1967 zum Ehrenvorsitzenden gewählt. Auch die ihm folgenden Vorsitzenden Johann Bund, Fritz Heitz, Richard Dietzsch, Friedrich Wilhelm, Georg Geber, Werner Hübner und Heinz Hausknecht weilen nicht mehr unter uns.

Bereits einige Jahre nach der Gründung konnte eine sehr große Anzahl von neuen Vereinsmitgliedern registriert werden, denn die Begeisterung an unserem Hobby war auch bereits damals schon sehr groß. Dies ist nicht weiter verwunderlich, wenn man den damaligen Reinheitsgrad der Fließgewässer und der Weiheranlagen bedenkt.

Unseren Vorfahren standen derzeit folgende Fließgewässer zur Verfügung:

Saar (von Völklingen bis Bous), Köllerbach (von Heusweiler bis zur Mündung), Thelbach (von Bubach bis zur Primsmündung), Rossel, Lauterbach, Nied (sog. Niedspitze)

Als Weiher konnten befischt werden:

Aschbacher Hof-Weiher (Schwanenweiher Gersweiler), Calmelettweiher (Gersweiler), 7-Weiher-Anlage (unausgebaute Zuchtweiher Klarenthal) später kamen noch Simschel und der Eisweiher hinzu.

1936 wurde auf politischen Druck hin das Vereinsleben neu organisiert. Der Verein musste sich fortan

„Angelsportverein Warndt-Völklingen“

nennen.

Bereits in den Kriegsjahren (etwa 1939/1940) wurde mit dem Ausbau der Anlage „An den Sieben Weihern“ in Klarenthal begonnen. Tausende manueller Arbeitsstunden ließen nach Kriegsende die Weiher II, III und IV in der etwa heutigen Form entstehen.

1945 erfolgte wieder eine Umbenennung des Vereins in

"Sportfischerverein Völklingen"

Nach 1945 wurde aber auch mit dem Ausbau des Weihers I in Klarenthal begonnen, so dass die Anlage in heutiger Anordnung entstanden ist.

Leider standen nach Kriegsende eine große Anzahl der Angelgewässer nicht mehr zur Verfügung. Kriegsfolgen, Industriealisierung, Einleitung von Abwasser und Grundwasserverunreinigung ließen ehemals gute und saubere Fließgewässer zu stinkenden Kloaken werden. In Fließgewässern kam es dann auch immer häufiger zu Fischsterben. Der Lauterbach und vor allem die Rossel wurden zu den schmutzigsten Gewässern Europas. Den Köllerbach musste man wegen starker Verunreinigung ebenfalls aufgeben und der Thelbach konnte nicht mehr angepachtet werden. Den Calmelettweiher musste der Verein ebenfalls wegen starker Verunreinigung durch Abwässer aufgeben.

Anlässlich des goldenen Vereinsjubiläums 1973 wurde an den Zuchtweiheranlagen in Klarenthal, neben Verschönerungsarbeiten, eine hölzerne Schutzhütte erstellt.

Der Ideenreichtum des seinerzeitigen Vereinsvorstandes, das darf man hier festhalten, riss danach keinesfalls ab, und so konnte am 15. April 1978 mit dem Bau einer Fischerhütte begonnen werden. Nach einer Bauzeit von drei Jahren und unter Mithilfe etlicher Vorstands- und Vereinsmitglieder konnte das Bauwerk am 2. Mai 1981 seiner Bestimmung übergeben werden.

Dieses schöne Anglerheim dient nun den aktiven und inaktiven Mitgliedern als Anglertreff und der Vereinsjugend zur Pflege der Sportfischerkameradschaft.

Heute stehen den Vereinsmitgliedern leider „nur noch“ der Simschel-Weiher in Völklingen, die „Sieben Weiher“ in Klarenthal und die Saarstrecke als Mitpächter (AGV Völklingen) von der Schleuse Luisenthal bis zur Mündung der Bist zur Verfügung.

In jüngster Zeit wurde nach langwieriger Planung eine ökologische Schilfkläranlage gebaut, die die entstehenden Abwässer so weit aufbereitet, dass diese sogar in die Weiheranlage zurück geleitet werden können! Für dieses Jahr ist außerdem die Verlegung einer Frischwasserleitung geplant, die bereits seit vielen Jahren zur Diskussion stand. Dadurch werden viele Arbeiten an der Weiheranlage deutlich vereinfacht und auch die Planung und Gestaltung der vielzähligen Vereinsfeste wird uns viel leichter fallen.

Des Weiteren planen wir zusätzlich auch den Neubau der Sanitäranlagen, um unsere Weiheranlage für unsere fast 200 Mitglieder und auch die vielen Besucher, die die Weiher als Naherhohlungsgebiet nutzen, so attraktiv wie möglich zu gestalten.

Unsere größte Aufgabe besteht heute darin, gemeinsam darauf hin zu arbeiten, dass die Arbeit unserer Vorfahren nicht vergebens war. Mit vereinten Kräften und großer Sorgfalt müssen wir für den Erhalt der Vereinsgewässer sorgen, denn neue Gewässer entstehen zu lassen, ist in der heutigen Zeit aus vielerlei Gründen kaum noch möglich.